Vor dem Spiel

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Allgemein

Just wo Maximiliano Pereira von den Urus vom Platz gestellt und bevor ich noch die richtige Schreibweise von Maximiliano Pereira gegoogelt habe, pfeift der Schiedsrichter das Spiel ab und Costa Rica gewinnt gegen Uruguay 3:1. Nicht schlecht. Diese spielfreudigen Knaben muss England auch erstmal schlagen. Herrjeh.

Also jetzt kurz vor dem Konzert… Spiel England vs. Italien bin ich schon sogar ein bisschen aufgeregt. Natürlich möschte isch nischt, dass die Italies gegen die Englies gewinnen. Natürlich möchte ich das nicht. Das möchte doch niemand, außer der Italiener an sich, vielleicht. Natürlich bin ich für das Mutterland. Das Mutterland muss doch dringend mal wieder einen Titel gewinnen. Ein Land, mit dem schlimmsten Tapetendesign auf der ganzen Welt, braucht doch auch mal einen Titel. So richtig mit soundsoviel richtig erzielten Toren und ohne Dings. Aber hier, das ist natürlich verwegen. Noch nicht mal die Queen glaubt ernsthaft an den Titel. Habe ich schon mal erzählt, wie ich eines abends mit Resa, dem nihilistischsten Menschen aller Zeiten, in seinem Atelier im Kunsthaus Tacheles gesessen habe und zu den neusten heißen Scheiben von Alban Berg und allerlei Rotwein aus dem Tetra Pak® plötzlich über Lady Diana diskutiert haben? Er war natürlich der Ansicht, dass das Königtum abgeschafft gehört. Es war von Guillotinen die Rede, ich konterte irgendwas mit Landminen, aber eigentlich war es mir egal, ob es Könige gibt oder nicht. Also wenn ich ernsthaft darüber nachdenke, schlüge ich vor, diese Leute sollten sich einen richtige Job suchen. Aber eigentlich ist es mir egal. Ja, die Steuergelder… Auf jedenfall war das ein großes Thema. Um vier Uhr in der Nacht fuhr ich heim. Zuhause angekommen, fand ich doch tatsächlich die Postkarte mit dem Konterfei der Prinzessin Diana, die mir das Poell aus London mitgebracht hatte, auf dem Boden liegend und von der Wand gefallen seiend. Was für ein Zufall. Was für ein Zufall. Mir fiel direkt noch etwas Rotwein aus dem Gesicht und schon schaltete ich den Fernseher ein um dem Videotext zu entnehmen, dass Diana Dingsbumms ums Leben gekommen ist. Ich frage mich seither, ob zuerst die Postkarte oder… ach lassen wir das. Wenn ich also seherische Fähigkeiten hätte ohne es zu wissen, was wäre das dann wert?

Gestern habe ich 0:0 bezüglich der Begegnung Spanien gegen Holland getippt. Es ging natürlich 5:1 für Holland aus. Wir hatten gestern ein Fest bei uns auf dem Ponyhof. Es sang ein Polizeichor Seemannslieder und wir hatten einen echten Holländer zu Gast, der sich freute wie so ein kleiner Knuddelbär. Und wir uns mit. Heute will ich aber mal aus mir richtig rausgehen und so tippe ich 4:0 für die Engländer. Den Balotelli finde ich ja ganz putzig mit seinen Aufführungen, schade dass er nicht Ballotelli heißt. Vielleicht spielt er heute gar nicht, weil der Lewandowski-Nachfolger Ciro Immobile mannschaftsintern vielleicht ja doch eine zu große Konkurenz ist. Ich glaube der schießt auch ein Törchen. Also 4:1 für England. Ist Buffon nicht verletzt? 5:1 für England. Wayne Rooney macht seine ersten beiden WM-Tore. Ach ja, Frank Lampard verschießt einen Elfmeter. 4:1 für England. Und Balotelli wechselt sich selbst ein, aber da ist das Spiel schon abgepfiffen und die Männer stehen gemeinsam unter der Dusche.

Ich muss kotzen

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Bold Huck

Frank Schirrmacher ist tot. Ich könnte kotzen. Der hat doch noch gar nicht alles gesagt, was er sagen wollte. Was soll denn diese Scheiße nun schon wieder. Wahrscheinlich hat er viel gesünder gelebt als ich und ist dennoch mit 54 Jahren im Rahmen eines Herzinfarktes gestorben. Viele Menschen, die ich kenne und auch ich, sind ungefähr, fast oder wenigstens in 20 Jahren 54 Jahre alt. Ich finde alt werden toll, dann wird man es wenigstens auch.

Haben eigentlich die Handarbeits-Wichtigtuerin oder die schlecht gelaunte Pseudo-Gitarristin schon was zur Fußball-WM gesagt oder zu Frank Schirrmacher? Habe ich erwähnt, dass ich Louis van Gaal grauenhaft finde. Wollte Jennifer Lopez nicht gar nicht auftreten? Warum hält sie sich nicht dran? Warum muss diese Frau singen??? Könnt ich kotzen. Und ich könnte kotzen, dass die Brasilianer 2:1 (ja gut 3:1) gewonnen haben. Und ich könnte überhaupt kotzen. Gar nicht mal begründet. Eigentlich bin ich ganz happy, aber ich könnte kotzen. So funmäßig. Aus Fun kotzen. Das ist die Zukunft der Freizeitgestaltung.

Apropos van Gaal. Morgen, also heute, am Freitag spielen ja diese orangenen Typen gehen die Langweiler aus Spanien. Ja, ich weiß, das Spiel der Spanier ist x-tem aufregend, und taktisch ja ach so ausgebuchst. Super. Ich habe jetzt schon keinen Bock mehr auf die WM. Mir wird schlecht, wenn ich an die WM denke. Ich will nicht, dass das eintrifft, was eintreffen wird. Ich will nicht, dass Spanien morgen gewinnt, ich will diesen langweiligen Taktikscheiß nicht mehr sehen. Borussia Dortmund ist auch voll down mit der Taktik, aber spielen die langweilig? Nein. Die verlieren auch mal an den richtigen Stellen. Mit Stil. Ich muss kotzen. Wenn ich wieder an diese halbleeren Stadien denke, weil 87% des Kartenkontingentes an Sponsoren-Angehörige ging, die überhaupt kein Interesse am Fußball haben und einfach die Karten verfallen lassen. So ist Fußball. Und die Fußballverrückten können sich die Karten nicht leisten, weil… ach ich könnte kotzen. Ich kann dieses Blogprojekt jetzt schon nicht mehr leiden. Eben war ich noch gut gelaunt. Aber jetzt… Und was weiss denn ich wie Spanien gegen Holland ausgeht?! Der Robben verschießt wieder einen Elfmeter und die Spanier tänzeln blöd rum und schieben die Bälle mit der Innenseite ihrer bunten Schuhe vor sich her. Wie soll denn sowas ausgehen? 0:0. Wenn’s reicht. Oder -5 : -5? Haben diese Mad Max-Typen eigentlich schon Bagdad erreicht? Könnt ich kotzen. Vielleicht mal wieder ein guter Grund für die Amys ein paar Legionen loszuschicken. Ist doch Wahlkampf. Darf man eigentlich noch „Amys“ sagen? Natürlich geht das besagte Spiel nicht 0:0 aus. Es geht warscheinlich so was ähnliches wie 2:1 oder 1:0 aus. Natürlich für Spanien. Ich tippe aber trotzdem 0:0. Ich könnte kotzen.

Aber ob das reicht?!

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Bold Huck

Also folgendes: Ich kann die Katze von Anzing nicht leiden.

Morgen geht es los. Ich kann könnte kaum mehr atmen vor Aufregung, wenn ich nicht so viel arbeiten müsste. Morgen geht es endlich los. Ohne Vuvuzelas. Ich bin für England. Außer wenn die Engländer gegen uns spielen. Und, damit meine ich wir. Meiner Berechnung und meiner Meinung nach findet das erste Aufeinandertreffen von denen und uns erst im Finale statt, aber das ist ja so gut wie gebongt.

Ivica Olić spielt jetzt bei ZSKA Moskau. Nein, er spielt beim VfB Wolfsburg. Weiß jemand, ob der morgen spielt? Keine Ahnung. Ivica Olić fand ich immer knuddelig. Aber ob das reicht? Die Kroaten haben neulich vor neun Jahren mal unendschieden gegen Brasilien gespielt. Die Brasilianer haben Neymar, aber ob das reicht. Mir geht Brasilien auf den Sack, also diese Haltung, diese Barfußspielerei, dieses Ausrasten, dieses geschmeidige Rumgemache. Und dann dieser VW-Werbespot mit Thomas Müller und Neymar. Ich musste vier Minuten googeln, bis ich rausgefunden haben, was die da sagen. Was soll denn das?!? Jeder weiß ja, dass das in Brasilien grad so explosiv zu geht, dass es sicher besser wäre, für alle Beteiligten, wenn die Weltmeister würden, aber vielleicht überlegen es sich die Brasies nochmal und bleiben cool, wie so Fonzies. So Fonziefuckers. Schön ein Glas Galama trinken und abends ins Bett gehen, aber vorher die Füße waschen. Das wäre mir am liebsten. Mir wäre am liebsten „wir“ würden Welties und dann die Englies. Aber nicht die Italies und auch nicht die Spanies. Mal ein Außenseitie. Nepal oder so. Das wäre was. Wussten Sie, dass der ehemalige HR-Sportreporter Holger Obermann mal Nationaltrainer in Nepal war? Ich glaube kaum, dass Sie das wussten, außer vielleicht der Fred. Der weiss eh alles. Ähnlich wie ich. Ach und bitte, kaufen Sie bitte das Buch von Stefanie Fiebrig. Und alles von Frédéric Valin. Und bitte beten Sie für seine Hand, die gebrochen am Arm baumelt. Er kann sich noch nicht mal den Zopf flechten. Bitte beten Sie, dass es ihm bald besser geht. Suchen Sie sich einen Gott aus oder nehmen Sie meinen. Der ist knorke. Danke.

Also gut morgen spielen Brasilien und Kroatien 0:0. Typisches Eröffnungsspiel. Die Angst macht alles kaputt. Okay, die Brasies haben hinten Julius Cäsar im Tor stehen. Der war immerhin mal Imperator in Italien. Und so. Dani Alves, Thiago Silva, David Luiz, Marcelo und Dante wünschen sich andere Länder im Sturm. Die arroganten Fuzzies vom Zuckerhut jedoch, stellen diese Typen in die Abwehr. Mit einem Gesamtwert von 55 Milliarden Euronen ist das auch der teuerste Haufen Liberos, den die Welt je gesehen hat. Da geht nichts durch. So catenacciomäßig, Catenaccio ist brasilianisch und heißt Schokolinse. Und vorne hat der brasilianische Thomas Müller die Hosen voll, aber ob das reicht. Ich denke schon. 0:0. Ich habe soeben 27.000 Euro bei Beten & Gewinnen auf 0:0 getippt. Ich kann dazu nur raten. In Sao Paolo, wo das Eröffnungspiel stattfinden wird, hat es im Juni gerade mal 20,8°C Durchschnittstemperatur. Das ist kälter als hier bei uns, wo es 35°C hat oder in Katarrh, wo ja die WM 2022 stattfindet. Dort erwarten die Experten Temperaturen von über 120°C im Schatten. Und dort gibt es weit und breit keinen Schatten. Wahrscheinlich haben die Brasilianer Leggins an und Handschuhe. Und natürlich sind alle Zuschauer nackt, sogar die Frauen. Und alle sind in höchstem Maße elektrisiert und aufgeregt wie die Sao. Es passen 68.000 Brasilianer ins Stadion. Es werden aber 7.120.000 Zuschauer erwartet und weil die Portugiesen Südamerikas gerne mal Fünfe gerade sein lassen, kriegen die auch alle einen Platz in der weitläufigen Arena. Unten links beim Klo, gibt es sogar 15 Sitzplätze für die Kroaten. Das ist nur fair. Aber ob das reicht?!

Fußball Weltmeisterschaft sich schön reden – Das Blog

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Bold Huck

PROLOG
Hier, ich weiss, und das ärgert mich ja auch, die Fifa ist nicht so knorke und insgesamt ist die ganze Fußball-WM-Sache nicht mehr feierlich. Ich weiss, ich weiss. Ja, das stimmt. Dennoch möchte ich die kommende WM in diesem Blog, mit Blick auf das Spiel und das Publikum begleiten und ich weiss nicht, wie politisch ich dann sein will. Ich weiss überhaupt gar nicht mehr wie politisch ich agitieren will. Ich kann das ganz schwer beschreiben, wie es mir auf den Sack geht, das alles. Irgenwann explodiert die gesamte Bibliothek im Kopf. Das ganze Wissen, Halbwissen und die Ahnungslosigkeit. Das ganze Kranke, die Lügen, die dämliche Leier von Angela Merkel, das unsägliche Geblöke von Horst Seehofer, diese Erscheinung wie ein Topf Slimy von… Dings… wie heißt er noch? Also ich weiss es nicht. Ich möchte nur über Fußball schreiben. Und über die Fans und vielleicht über Fans, die ja im Prinzip irgendwie gar keine richtigen Menschen sein können, weil die Tickets ja so teuer sind, dass sie sich kaum ein Mensch auf Erden leisten kann. Hab ich gehört. Da wird sicher kein Capo auf dem Zaun sitzen und die Meute dirigieren. Ich weiss es nicht. Schreibt man/frau/mensch „weiss“ eigentlich mit ss oder mit ß? Ich weiß es nicht. Hab ich wirklich gerade ss gesagt?

VORHER
Also folgendermaßen. Ich werde vor dem Spieltag (Vor dem Spieltag ist vor dem Spieltag) meine ultraallwissende Einschätzung zum folgenden Spieltag hier rein schreiben und dann wird an diesem Folgetag das alles genauso kommen, wie ich es voraus gesagt haben werde. Also wie vor jeder WM. Ganz besonderes Geschick bewies ich vor derm WM 2002. Das hatte ich alles vorausgesagt. Deutschland, Brasilien, Südkorea und die Türkei im Halbfinale. Das war ja klar. Und es kommt noch besser. Bei einer Hobby-Tipprunde in der Nachbarschaft hatte ich spaßeshalber mal ein 8:0 für das Spiel Deutschland vs. Saudi-Arabien getippt. Aber dann, kurz vor dem Spiel änderte ich meinen Tipp auf ein… Hahahaha… 2:2. Weil, man weiss ja was das für eine Elf war, die damals auflief. Alle unfähig. Das Spiel ging dann 8:0 aus.

IM VORFELD
So ähnlich wird das auch hier. Ich bin ein wahrer Seher, was WM-Spietipps betrifft. Wie so eine Krake. Wie ein Affe. Nur mit weniger Glück. Zum Beispiel am 15. Juni. England gegen Italien. Ist doch klar, dass die Engländer die Italiener wegputzen. Bei so einem Spiel fallen die Tore. Das wird ein Torfestival. Ich seh das ganz deutlich. England ist mein WM-Favorit. Jedes verdammte vierte Jahr. Ich müsste jetzt Uruguay sagen oder Chile oder Belgien, wenn ich was hermachen wollte, aber ich Trottel sag natürlich England. Oder auf Nummer sicher gehen: Brasilien. Klar wird Brasilien Weltmeister (unter uns). Geheimtipp. Das wäre quasi ein Wunder, wenn die Weltmeister werden würden. Oder wieder Italien. Och nöh. Argentinien hat keine Chance. Sind die überhaupt qualifiziert? Der Messi ist doch dauernd krank. Holland, null Chance seit Clarence Seedorf nicht mehr spielt. Spanien ist verbrannt. Die sind satt. Die haben keine Lust mehr. Die langweilien sich vor ihrem eigenen Spiel. Haben die bei der letzten WM nicht insgesamt nur vier Tore geschossen? So was in der Art. Grauenhaft. Naja und die Afrikaner warten ja schon seit 84 Jahren auf den Titel. Also ganz Afrika. Dieses homogene Land. Die treten ja quasi als Afrika an. Also der eine. Der Afrikaner. Der hätte es ja auch verdient, der Afrikaner. Oder der Portugiese. Jetzt so ohne Eusébio da Silva Ferreira, da müsste es ja klappen. Ich höre viele Fados in meine Kopf weinen. Naja. Solange das Knie von Figo hält. Ach und Deutschland, klar. Neuer steht ja voll im Saft und Lahm kommt mir vor wie der junge Katsche Schwarzenbeck. Das wird ganz groß. Wir putzen die weg. Ich freu mich so. Ich persönlich kann ja nicht mal einen Fußball aus Luftballonfleisch ins Aus schießen ohne, dass was schief geht. Aber die, die werden ja schließlich von MEINEN Steuergeldern bezahlt. Hat Uli Hoeneß in Landberg eigentlich einen Fernseher in seiner Bude stehen? Fällt mir nur grad ein. Also, ich sehe große Chancen für uns. Die ganzen Bayernspieler, die reißen das raus. Ribery, Dante, Rafinha, Alaba, Robben, Mandzukic. Da müsste doch was gehen. Der Fuß vom Dings müsste ja inzwischen auch wieder geheilt sein. Wie heißt er noch? Der, der es 2002 geschafft hat viermal Vizemeister zu werden. Das ist ein Antreiber. Wie der Effenberg. Ich seh da eine klare Struktur. So lange das Knie von unserem Libero hält. Wie heißt er noch? Ich komm gleich drauf.

Ich kann nicht mehr schweigen

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Bold Huck

 

Heute ist Freitag, der 28. März 2014. Gestern Abend habe ich, aufgrund der vielen Nachrichten über das Ereignis auf Twitter, mit einem halben Ohr und 0,8 Augen die Echo-Preisverleihung im Ersten verfolgt. Und so viel kann ich sagen: Es war grauenvoll. Ich dachte zunächst, na das ist halt Geschmacksache was da abgeht. Wer’s mag. Die Welt besteht aus Leuchtdioden und Helene Fischer ist halt eine sogenannte Schlagersängerin, die das Genre mit gewohnt läppischen Texten, aber mit einer Art horrortechnoisiertem Klangteppich unterlegt. Ich weiss nicht wie man diese Art von Musik nennt. Aber das muss heutzutage wohl so sein. Es ist wie Klostein, wie Geruch ohne Geruch, wie ein Sack Reis.

Ich habe dagesessen und ich habe diese Sendung hingenommen. Wie man das halt so hinnimmt, weil, man hat ja selbst andere Sorgen und einen Haufen Arbeit und es gibt das Kernkraftwerk von Fukushima Daiichi, die Kinder in Kabul und gequälte Tanzbären. Dann las ich bei Nilz Bokelberg folgenden Satz: „Menschen unter 18 Jahren sollten nicht einmal wissen, wer Helene Fischer überhaupt ist!“ Und da dachte ich, Menschen über 18 aber auch nicht. Helene Fischer mag sicher eine sehr nette Person sein und ich wünsche ihr auf ihrem Lebensweg alles Gute und freue mich, dass sie so wunderschön zu sein scheint. Offenbar kommt ihre Erscheinung bei der Zielgruppe gut an, so dass sie sich entsprechend aufreizend inszenieren und inflationär formatieren lässt. Aber ansonsten kann DAS doch nicht das sein, was wir früher mal Popkultur genannt haben. Es kann (mal ganz nebenbei) doch auch nicht sein, dass Leute, die so eine Veranstaltung moderieren, auch noch da einen Preis gewinnen. Das hat doch ein Geschmäckle. Es kann aber des weiteren nicht sein, dass der ganze verzweifelt auf schlichte Gemüter produzierte Dreck so deep in der Gesellschaft und in der Hauptkäuferschicht angekommen ist, dass man getrost hohe Wetten darauf abschließen kann, dass der grauenhafteste Beitrag der Nominierten am Ende auch gewinnt. Was passiert da? Auch ähnliche Veranstaltungen wie der MTV Music Award, die Oscar- oder die Grammy-Verleihungen, die natürlich auch extrem auf kommerzielle Durchsetzbarkeit konzipiert sind und ganz klar auch das Verkaufen und Vermarkten von der jeweiligen Produkte im Auge haben, sind nicht im Ansatz von solch einer Peinlichkeit durchdrungen wie es die Echo-Verleihung gestern war und wie es im Grunde alle derartigen Veranstaltungen in Deutschland und mit deutscher Beteiligung eben sind und scheinbar für immer sein müssen. Dass man sich da jemanden wie Stefan Raab an die entsprechende Entscheiderposition wünscht, um wenigstens das schlimmste Stildesaster zu verhindern, ist auch nicht wirklich richtig und spricht natürlich von einer über- und unmenschlichen Hilflosigkeit. Woran liegt es, dass es in Deutschland nicht annähernd möglich zu sein scheint, eine entsprechende Veranstaltungen stilvoll, mit ein bisschen Coolness und annähernd ohne Fremdscham über die Bühne zu bringen? Liegt es an der deutschen Sprache? Der blassen Haut der Protagonisten, 80.000 Zoll großen LED-Displays? Liegt es am ewigen Peter Maffay? Haben wir einfach keinen Geschmack? Es gibt doch genug Menschen, die das offensichtlich nicht mehr aushalten, seit Jahren darunter leiden, dass die (Pop)kulturwelt so verhunzt ist. Sind das nicht genug Menschen um einen Wechsel zu vollführen? Oder lebe ich in einer eigenartigen Blase, in der ich nicht mehr wahrnehme, was „draußen“ wirklich passiert? Ich bin mir nicht sicher. Natürlich galten Schlager früher als peinlich und man hätte sich lieber im Wüstensand zusammen mit Skorpionen und Sandvipern vergraben, als dabei beobachtet zu werden Howard Carpendale oder Roland Kaiser zu hören. Aber was waren das für Granaten im Vergleich zu der heutigen komischen Musikwelt, in der Leute ohne jegliche musikalische Ambition mit verzerrten Stimmen und Technobeats untermalten Geräuschen eine Bühne betreten dürfen und dann auch noch bejubelt werden? Was ist denn mit der Jugend? Muss die nicht kotzen? Was ist mit uns Berufsjugendlichen, die wir früher in bierschweißschwüligen Kellern gestanden haben und uns Typen angesehen haben, bei denen unsere Eltern die Hände über den Kopf zusammen geschlagen hätten. Und das zu Recht. Weil diese Menschen einfach eben nicht Konsens waren und weil deren Vollziehung des Alltags eben nicht als Verhaltensdoktrin in dieser gesamtdeutschen Samstagnachtmittag-Welt hätte dienen können. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube nicht, dass wir früher da gestanden haben, mit unserem schalen, abgestanden Bier und dem dusseligen Kopf, geschwängert von Schnaps und anderen qualmverursachenden Naturprodukten, und gedacht haben, das machen wir jetzt für immer und mit 47 sind wir immer noch so.

Doch, ich glaube, das haben wir gedacht. Wir haben ja auch gedacht Johnny Thunders lebe ewig und die Toten Hosen blieben für immer so wie sie uns das 1983 in „Opel-Gang“ versprochen haben. Wir haben natürlich an die Ewigkeit geglaubt, aber es war doch auch ganz deep drinnen klar, dass irgendwann die Wut verraucht und der letzte Sud gesoffen ist. Aber es war nicht klar, dass es so etwas überhaupt nicht mehr und in keiner Form geben wird, dass Popkultur von Menschen wie Sigmar Gabriel verwaltet würde. Es war nicht klar, dass Peter Maffay da oben auf der Bühne ewig stehen würde. Das haben wir nicht gewusst. Das hätte man ja auch nicht ahnen können. Wenn ich mich schon als pubertärer Knabe gewundert habe, wieso speckgesichtige Halbstarke im Konfirmantenanzug zum Lautsprecherklang der Schallplatte „Heartbreak Hotel“ von Elvis Presley ganze Säle zerlegt haben, war mir doch irgendwie klar, dass sich sich Pop- und Revolutionskultur zeitgemäß entwickeln werden und dass sich das was meine Eltern mal aus dem Sessel gerissen hat, für uns Chicks anmutet wie feuchte Handtücher beim Runterfallen von der Handtuchstange.

Aber davon kann ja heute gar nicht mehr die Rede sein. Es ist alles so wunderschön und supi, alle sind Popper, selbst Musik die mir als Alternative vorgestellt wird, klingt wie acht Wochen im Studio abgemischte und von studierten Studiomusikern eingespielte Klangbeispiele für Lautsprecherverkaufsräume.

Ich weiss auch gar nicht, an wen ich mich wenden müsste, um mich zu beschweren, dass das alles so gekommen ist. Irgendwas ist nicht mehr richtig. Ich sehe Grafikdesign- und Werbeerzeugnisse, denen man ansieht, dass die Protagonisten mit ihren Gedanken schon im kühlen Grabe weilen. Ich höre Musik, bei der nicht der kleinste Funk(e) von irgendetwas mit Seele, auf die Fresse, Ficken oder Isaac Hayes überspringt. Es fehlt einfach an allem. Heute stehen für den Grand Prix Eurovision de la Chanson drei Protagonistinnen einer Studentenkultur, die vor der Protestbesetzung eines Hörsaals bei der Universitätsleitung nachfragen ob sie sich Stühle für die Eingangsblockade leihen dürfen, auf der Bühne, haben sich in seltsamen Chic verkleidet und vom Himmel fallen Streifen und Alufolie, während drei Meter vorm Bühnerand B-Promis gesponserten Sekt aus Plastiktulpen saufen und das Fernsehen hat 42 Kameras aufgebaut und überträgt noch das letzte Silikondekolleté bis ins Wohnzimmer nach Hinterhornbach. Da reitet weder Bianca Jagger, ja noch nicht mal mehr Will Smith, auf einem Schimmel auf die Bühne. Es ist schlimmer als Plastikrosen im Senfglas. In dieser Gesellschaft wäre ein Steven Patrick Morrissey niemals möglich gewesen.

Eine Schlagersängerin tanzt dafür im knappen Bustier, wie eine Marionette aus dem Tanzpanoptikum von Detlef Soost, über eine 3-stöckige Bühne, dass einen plötzlich das dringende Gefühl ereilt, unbedingt mal zur Schlaganfall-Vorsorge gehen zu müssen. Warum ist das so und was machen wir denn jetzt? Und warum spreche ich eigentlich ausschließlich zu Menschen, die wahrscheinlich mit mir in allen Punkten down sind und warum ist es dann nicht einfach egal und wir gehen einfach nicht mehr hin, zu der Scheiße. Es hat mich ja keiner gezwungen die Scheiße auf einem 140 Zoll-Fernseher mit Dolby®-irgendwas-Sound anzuschauen.

Doch es ist alles da. Diese Geisterbahn, diese Botox-Kultur. Wir können das nicht länger hinnehmen. Am Ende wird man wieder sagen, wir haben doch von all dem nichts gewusst. Das ist aber nicht richtig. Wir wissen doch, was los ist. Wir haben es doch bereits gesehen, gehört und geschmeckt.

Hier, Ihr Typen mit dem Abi-2013-Aufkleber auf dem Auto, Ihr Jacketärmelhochkrempler, Kassierer und Abkassierer, Fahrradfahrer, Veganisten und Teewurstesser, Blogger und Geblockte, Showmaster und Experten, Hausärzte, Apotheker-Söhne und Direktoren-Töchter, Hartz IV-Zerknüllte, Minifahrerinnen und Mitfahrer, Bullenschweine, Facebook-Promis und Twittergelehrte, Schriftsteller ohne Verlag, Angeber, Pappnasen, Geliebte und Gelobte, Ihr Frisurengeschädigte, NSA-Verzweifelte, Honks und Hipster, Aufgegeilten, Femen und Verfemte, Verbesserer und Bessere, liebe Freunde…

Sagt doch auch mal was!

Schmalzgewinn

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Stijlroyal

 

Vor ungefähr 150 Jahren haben wir einmal ein Gewinnspiel ausgerufen. Es ging da um die Frage, welches Schmalz bei unserem Megatron-Schmalztest gewonnen hat. Na und nun haben wir die Gewinner ermittelt.

Es gabe Kirschsekt, Shirts, Rippchen & Kraut-Memory, Bücher, Magazine, und so, zu gewinnen. Man kann sich gar nicht vorstellen wie toll das alles war und ist. Und heute haben wir die Gewinnerinnen und Gewinner ausgelost. Folgendes ist also zu vermelden:

1. Preis: Katharina Kuhn

2. Preis: Nicole Ehlers

3. Preis: Maria Grabosch

4. Preis: Gabriel Guermann

5. Preis: Winfried Lengsfeld

Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden bereits per eMail benachrichtigt und werden sich bald über Post wundern.

Meinung Nr. 2f

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Bold Huck

Neulich sah ich eine fürchterliche Sendung, mit einem fürchterlichen Moderator und da war ein von mir sehr geschätzter und auf eine gewisse Weise lieb gehabter Meinungshaber und ein 32-jährige Moderator kurz vor dem Karriere-Durchbruch und sie hatten beide eine Meinung und der Sohn des Nazis Baldur von Schirach oder war es der Enkel, der Neffe, der Halbneffe, ein entfernter Bekannter, ich weiss es nicht, der auf jeden Fall hatte der auch eine NSA-Meinung und ich dachte, schade, dass man zur NASA nicht auch mal eine Meinung hat. Die NASA will ja, so bilde ich mir ein, hat es mal Jesco von Puttkamer in einem Interview gesagt, die Marspole mit schwarzem Staub bestäuben. Anschließend soll sich dann aufgrund von physikalischer oder chemischer, gar biologischer, um nicht zu sagen religiöser Vorgänge eine Atmosphäre bilden und kurz darauf, nach maximal 10 Millionen Jahren, kann man den Mars besiedeln und besudeln. Da sollte man mal was zu sagen. Stell Dir doch mal vor, das machen die. Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt. Ich bin mir übrigens relativ sicher, dass „Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt“ ein koreanisches Sprichwort ist. Anders kann ich mir das nicht erklären. Aber auch dazu wird es viele Meinungen geben. Auf jeden Fall hat der Jungmoderator dem offiziell anerkannten Meinungshaber in der Fernsehsendung sinngemäß gesagt, dass ihm das mit der NSA egal sei, weil, er könne ja eh nichts dran ändern und außerdem programmiere er seit seinem elften Lebensjahr zu Hause am Computer Dinge und so habe ihn das alles nicht überrascht. Jedenfalls so ungefähr. Der aufstrebende Jungmoderator hätte dem Millionenpublikum sicher lieber von seiner künftigen Fernseh-Sendung erzählt, aber nein, der Meinungsmacher und der Urgroßneffenonkelenkel von Baldur von Schirach sowie der fürchterliche Moderator wollten unbedingt über die NSA reden. Ich beginne innerlich zu schreien und taumle (innerlich) durch meinen inneren Western-Saloon vor Wut, wenn ich nur überlege wie erbärmlich es von der, die sie alle Mutti nennen, ist, dass sie sich tatsächlich wagt, sich erst über das NSA-Dings aufzuregen, nachdem sie festgestellt hat, dass sie selbst betroffen ist. Da hätte ich ja dann lieber das Maul gehalten, besonders wenn man schon auch sonst keine Meinung hat. Aber daaaaaaaaaaaa wird sich natürlich echauffiert. Und dann muss man sich die und ihre Kumpels auch noch den ganzen Tag im Fernsehen anschauen und wie sie aus geradezu unfassbaren Gründen Abgasnormen… ach egal…

Ja, man muss ja gar nicht fernsehen. Mach ich ja auch nicht. Nur manchmal. Aber dann auch nur Dokus über Island oder Usbekistan oder Töpfereien im Westerwald oder Apfelsorten aus dem Alten Land oder über Berlin-Zehlendorf. Jetzt gerade läuft irgendwas mit Aerobic, dafür kann ich aber nichts, es ging eben noch um die Berliner Mauer. Und ich höre manchmal Phil Collins, aber nur die Platten aus der Zeit ohne Phil Collins. Zu Phil Collins habe ich eine wahnsinnig langweilige Meinung. Meiner Meinung nach ist Phil Collins noch lange nicht der Gipfel der Geschmacklosigkeit, so dass ich es unvernünftig finde, ihn als Bespiel für schlechten Musikgeschmack aufzuführen. Da gibt es doch viel schlimmere Musikbestien. Ich bin mir sicher, Phil Collins findet es auch scheiße, dass die NSA Kanzlerinnen abhört. Ich bin mir irgendwie noch sicherer Phil Collins weiß gar nichts von diesem Vorfall. Der sitzt doch auf seinem Landsitz auf einem Massage-Sessel und starrt die Enten auf seinem $-zeichenförmigen Teich an. Dem sind wir doch scheißegal. Meine Meinung. Da wird sich der kleine Mann auf der Straße ja auch mal aufregen dürfen. Das ist doch Scheiße, auf deutsch gesagt. Die da oben machen doch was sie wollen. Was bleibt einem denn noch, wenn die Raubritter vom Finanzamt einen bis aufs Blut ausgesaugt haben? Und es heißt das Blog, verdammte Scheiße. Wir sind das Volk. Keine Macht den Banken. Schafft Springer ab. Schafft am besten alles ab. Börner du Papierflieger, lauf doch.

„Geld ist wie Blut aus Papier.“ (Mike Tyson)

Ich muss müssen

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Bold Huck

Hallo Internet. Gestern, oder so, schrieb ich, dass ich keine Meinung habe. Ich kokettiere gerne damit keine Meinung zu haben. Ich denke, das kommt gut an in meinem ironischen Umfeld. Alles wissen, hahahaha, wenn der so schreibt, dann meint er es ja nicht so. Das Gegenteil ist der Fall, der ist voll von Meinung und auch Ahnung. Und das stimmt ja auch. Glaube ich. Ich frage mich zum Beispiel oft, ob die Glorifizierung eines ehemaligen technischen Mitarbeiters der Geheimdienste CIA, NSA und DIA wirklich überdacht ist. Warum hat er denn da angefangen zu arbeiten? War er etwa jung und brauchte das Geld? Ach, ich weiß nicht. Ich weiß es eben nicht. Aber ich vermute die große Schar bedingungsloser Snowden-Fans wissen da mehr. Ich begegne ja fast täglich Menschen, die extrem viel wissen und obendrein über coole Krankheitsbilder verfügen. ADHS, Laktoseintoleranz, Autismus in Kombination ist das ganz große Ding. Und natürlich Facebook und drüber twittern, dass man mit dem Flugzeug fliegt. Und grüner Strom und Veganismus und frieren. Und in Berlin in abgefuckten Wohnungen wohnen und Tassen mit zwei Händen anfassen und dabei komisch auf dem abgefuckten Küchenstuhl sitzen. Ich habe mehrfach darüber nachgedacht nach Wien zu ziehen. Diese Sprache da könnte ich gerade noch sprechen. Bei Amsterdam wird’s schon schwierig. Und Neuseeland ist mir zu weit weg. Aber ich könnte eventuell übers Fliegen twittern und man würde unter Umständen meine Weltgewandtheit bewundern. Aber ich trau mich nicht. Ich habe hier eine Frau, die käme aber eventuelle mit, sagt sie, und ich habe eine Firma, die käme eventuell nicht mit, weil man sie nicht einfach mitnehmen kann. Firmen sind kompliziert. Die Titelmusik von „1000 Meisterwerke“ macht mir Angst. Ich habe „1000 Meisterwerke“ schon geschaut, als es noch „100 Meisterwerke“ hieß und ich schaue es auch noch, wenn es „100000 Meisterwerke“ heißt. Ganz besonders lustig, fand ich die Besprechung dieses Meisterwerks: Dieses Meisterwerk. Ich finde dieses Video grad nicht, daher kann ich „Dieses Meisterwerk“ nicht verlinken. Die Titelmusik zur Sendung „1000 Meisterwerke“ erinnern mich an eine Art Comic, in dem es um gruselige Dinge in Venedig geht. Dieses Comic oder Bilderbuch hätte ich gerne. Genauso wie das Buch, in dem es darin ging, dass ein paar französische Jugendliche wovon einer im Hotel Ambassador als Tellerwäscher arbeitete und ein anderer Pipin hieß. Sie fuhren mit einem alten Auto nach Südfrankreich, aber das Auto war vielleicht gar nicht alt, weil, es könnte auch sein, dass die Geschichte im Frankreich der 1920er Jahre spielt. Dann wäre das Auto ja aktuell, aber warum können sich der Tellerwäscher und seine Kumpels so ein neues Auto leisten. Also ich hätte mir das seinzerzeit nicht leisten können. Aber die Typen aus dem Buch sind dann mit dem (alten) Auto nach Südfrankreich gefahren, weil einer von denen ein Schloss geerbt hatte. Wenn jemand weiß wie das Buch heißt, schenke ich ihm Dinge aus unserem Sortiment. Als ob ich hier eine Antwort bekäme. Lecken Sie mich doch am Arsch, sie ignorantes Arschloch. Ich komme auch so zu recht. Jedenfalls stelle ich mir seit geraumer Zeit vor, wie gesalzenes Popcorn mit Pflaumenmus schmeckt. Es muss herrlich sein. Gerade läuft die Sendung „1000 Meisterwerke“ in der das Bild „Mädchen mit Haarband“ von Roy Lichtenstein aus dem Jahr 1965 besprochen wird, was insbesondere deswegen seltsam ist, als dass ich mir vor ungefähr 22 Minuten überlegt habe, warum die nie ein Bild von z.B. Roy Lichtenstein besprechen. Und jetzt wird es war. Roy Lichtenstein, den ich als kleiner Bub so bewundert habe.

Tomatensauce für Quitzi & Stijlroyal

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Stijlroyal

Das neue Stijlroyal wird eine Zeitung im Format DIN A3, weil, DIN A3 ist unser Leben.

Diesmal hat unser lieber Freund des Hauses Christoph „Quitzi“ Wienke, bekannt aus Twitter und aus dem Berliner Comic-Laden „Grober Unfug“  eine Schar namhafter und auch neuartiger Comic-Zeichner zusammengetrommelt hat, die wir entsprechend in Szene setzen wollen. Zudem gibt es den großen Schmalzbrottest. Aber dazu später mehr.

DENN

es wird aber wieder eine Mitmach-Aktion geben. Nachdem wir Euch in der Vergangenheit aufgefordert haben uns Eure Kühlschranke, Eure Klos, ungemachte Betten und Euren Applaus zu senden, wollen wir diesmal Eure Tomatensaucenrezepte sehen und drucken.

DRUM

Schickt uns bitte bis zum 30. August 2013 Euer Tomatensaucenrezept. Erlaubte Zutaten sind Tomaten, Gewürze, Kräuter, sowas. Es muss eine Tomatensauce sein. Keine Bolognese, keine Sahnesauce. Tomatensauce. Napoli. So wie in Miracoli, nur nach Eurer Rezeptur und mit Euren Zutaten.

DANN

sendet Ihr das Rezept an stijlroyal@googlemail.com und wir drucken die ersten 30 Rezepte im kommenden Stijlroyal Magazin ab (kommt im Oktober). Falls Ihr ein Saucenfoto machen wollt, so wäre das toll, es muss folgenden Kriterien entsprechen: Teller mit Nudeln (müssen keine Spaghetti sein) und Sauce drüber von oben im 90° Winkel fotografiert. So drucken wir es ab. Das Foto sollte einigermaßen druckbar sein. Zum Rezept (Zutatenliste und kurze Anweisung) bitte Namen und ggfl. Twitternamen hinzufügen.

PS

Den Absendern der Einsendungen, die abgedruckt werden, senden wir ein Gratis-Exemplar zu. Wer von Euch also ein Heft haben will, schreibe bitte seine Postadresse in die Rezept-Mail. Wir werden Eure Adressen nur zum Zwecke des Versandes dieses einen Exemplares verwenden und anschließend löschen.

 

Viel Glück und gutes Gelingen

Huck

Henkelpott

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Bold Huck

FUSSBALL
Einfach mal so, sich beschweren. Es ist ja im Grunde so einfach. Da kukkst Du ein Fußballspiel und nur weil der Spieler von drei anderen Spielern bedrängt wird, schießt er den Ball knapp am Tor vorbei. Was für ein Arschloch. Das hätte man unter Garantie besser gemacht. Man wäre schon längst mehrfacher Weltmeister und zwar in so gut wie allem. Vorgestern hat die deutsche Nationalmannschaft gegen die der USA 3:4 verloren und Marc-André ter Stegen hatte einen schlechten Tag. Wenn er meine Timeline auf Twitter gelesen hätte, wäre sein Tag möglicherweise um ein mehrfaches schlechter gewesen und meine Timeline ist ja noch harmlos. Ich persönlich kann sagen, dass ich gegen die USA und aber auch gegen jede noch so poplige National-, Kreisliga und/oder Altherrenmannschaft auf der ganzen Welt ungleich höher verloren hätte. Ich wäre untergegangen wie die Titanic und die Andrea Doria gleichzeitig und nichts hätte meinen Untergang aufhalten können. Ich nehmen mal an, dass meine Timeline ebensolche Erfahrungen gemacht hätte, auch wenn meine Timeline sicher besser zu Fuß ist als ich. Aber meine Timeline weiß so gut wie alles besser und würde auch so gut wie alles besser machen, als all die Professionals da draußen, die schon seinerzeit von Gunter Dueck auf faszinierende Weise einen auf die Mütze bekommen haben, dass es mir eiskalt den Rücken hinunter geronnen ist. Was ich aber wirklich schlimm finde, ist der offenbar gerade neulich erst erfundene Begriff „Henkelpott“. Ich möchte hiermit offiziell alle Vertreter des sogenannten Sportjournalismus dringend bitten, diesen scheußlichen Terminus nie wieder zu verwenden.

HOCHWASSER
Und also saufen anderswo die Häuser ab und da denkt man doch, hach, das sind ja richtige Probleme, während man sich selbst problemmäßig lediglich an der Abwesendheit eines richtigen Sommers festklammern muss. Aber hier Medien, trotzdem muss man das ja nicht jedesmal Jahrhunderthochwasser nennen. Okay, Jahrhunderthochwasser hört sich andererseits auch so prima gigamäßig an. Es reicht ja Hochwasser nicht. Da schaltet ja keiner ein, da kauft ja niemand das blasse Blatt. Jahrhunderthochwasser muss es schon sein. Scheiß doch drauf, dass das Jahrhunderthochwasser jetzt alle paar Jahre vorbeigeschwemmt kommt. JA, WENN ES WENIGSTENS VORBEI SCHWIMMEN WÜRDE!!! Hier Medien, vielleicht ist es ja auch ein Horrortodesschwadronenhitlerkohlenhydratesexismuszombiehochwasser. Man sollte in der Richtung mal nachforschen. Meine Meinung.

SCHWULE BÜRGERMEISTER
Weil ich neulich mal dachte, ich müsste einen Ort aufsuchen, wo sich diese sogenannten „Leute“ aufhalten, suchte ich einen Ort auf, in dem sich diese sogenannten „Leute“ aufhalten. Ich hätte es nicht tun sollen. Da erzählte nämlich ein mir fremder Fremdling seinem mir ebenso fremden Gegenüber, er wolle dieses Land verlassen. Das Land, also das hier, werde erstens von Arschlöchern regiert und zweitens (Achtung und jetzt kommt’s) wären ja inzwischen alle Bürgermeister schwul in Deutschland, was mehr oder weniger causal mit dem Zustand des Gesundheitssystems („Das schlechteste auf der ganzen Welt!“) zusammen hinge. Eine herrliche Melange an irren Meinungen. Schwule Bürgermeister haben unser Gesundheitssystem ruiniert. Aufgrund eines Reizhustens meinerseits habe ich die Erklärung für dieses Phänomen verpasst.