Erstmal Licht anmachen. Heute ist auch wieder so ein Tag vergangen, bei dem es an Ufftreesch nicht gemangelt hat. Und meine Mutter hat immer gesagt und sagt es noch: „Hauptsache, Du hast Aufträge!“. Und dabei ist es egal, ob man (also ich jetzt) sterbenskrank im Bette sich räkelt und nur mal ein tröstliches Wort hören möchte. Die Frage nach der Auftragslage ist die wichtigste Angelegenheit. Auch hat sie (meine Mutter) mir folgende Lebensphilosophie mit auf den Weg geben wollen, da war ich 11 Jahre alt: „Wenn Du mal einen Chef hast und der sagt was, was nicht richtig ist, dann schluck es runter und mach was er sagt!“. Und da dachte ich mir, dass darf ja wohl nicht wahr sein. Ist das das Leben, welches mir zuteil wird? Ist das die Arbeitswelt, die auf mich wartet, wenn die Schulzeit, die ich stets verfluchte und deren Ende ich jeden Tag herbeisehnte, zu Ende ist.
WeiterlesenHominger Bandinger – Tag 006
Skype und Zoom und dergleichen, das ist die Zukunft. Und eines Tages können die wieder in ihre Bars und wir wohnen dann im Wald und reden mit den Füchsen. Herrjeh, der Fuchsbandwurm!!! Ja, also. Mir wäre das recht. Vielleicht bekommt man auch beruflich mehr geschaffen, wenn man mal konzentriert vor sich hinarbeitet. Das habe ich ja verlernt, in den letzten Jahren. Wir arbeiten auf dem Ponyhof (die Agentur wohnt in einer alten Burg und dort ist auch eine Reitschule untergebracht) im alten Rittersaal und da sind wir zusammen in eben diesem Rittersaal und ich mit meiner Hochsensibilitätskacke am Hals. Und das ist verbrieft. Das habe ich nicht im Rahmen von ein paar Online-Tests festgestellt. Da waren Profis (m/w/trans) am Werk. Und das ist nicht einfach, wenn man alles, alles, alles mitkriegt, was so im Großraumbüro passiert. Und dann auch noch Tinnitus und die Mouches volantes und die Nervenbrennereien. Manchmal muss ich ja selbst lachen, was ich für ein Wichskrüppel ich bin. Und ich kann ja auch noch nicht mal weglaufen. Laufen … HAAHAHAHHAAAHAH!!! Naja.
WeiterlesenHome Dingsbumms – Tag 005
Mir fällt gerade auf, dass das hier ja gar nicht Home Office ist. Das ist ja einfach Home. Jetzt ist nämlich auch Home. Tag 005 seit der offiziellen Beschlüsslichkeit, dass wir im Büro nicht mehr physisch anwesend sind. Und also nun zu Hause sitzen und ich also dachte, das könnte man ja mal dokumentieren. Das Blog dümpelt ja ohnehin seit Jahren so vor sich hin. Nur zu Fußballgroßereignissen kommt der Bär mal aus seiner Höhle. Aber jetzt muss ich die Langeweile aka das Leben dokumentieren, dachte ich. Was gibt es spannenderes, als langweilige Geschichten, von jemandem, der wie John Lennon und Yoko Ono in seinem Bett wohnt. Ja, also. Guten Tag. Wir wohnen ja quasi ohnehin in unserem überdimensionalen Bett und das ist jetzt auch so. Zwischendurch gehen wir raus und gehen* durch den Park oder blinzeln in die Sonne. Die Wetter-App sagt, dass es die Tage wieder kälter wird, aber auch sonnig, Und Montag in einer Woche wird’s wieder 17°C haben. Frühling wäre ziemlich gut. 23 Grad. Das reicht eh. Mehr braucht man ja nicht.
WeiterlesenHome Office – Tag 004
Wie bitte?! Erst Tag 004? Naja. Und heute morgen haben die das Layout vom WordPress-Backend hier einfach umgedingst und nu kuckste dumm aus der Wäsche. Aber nun gut. Ich lerne ja gerne. Da bleibt das Gehirn am gebraucht werden. Nun aber, dass die Situation Lebensmittel zu koofen, schon so früh am Anfang der Situation seltsame Blüten treibt, finde ich etwas* bedenklich.
WeiterlesenHome Office – Tag 003
Ja, Liebe Leute, es ist ja erst Tag 003. Allerdings bin ich noch lange nicht weich gekocht. Nur, das System bei Rewe-Online Dinge vorbestellen und im Markt abholen, dass wir seit Monaten nutzen, bricht wohl gerade zusammen. So hätte man minimalen Kontakt mit Menschen, statt im Laden rumzubummeln. Und als wir gestern den Ausweich-Rewe in Oestrich-Winkel angefahren, sind wir an fröhlich plaudernden Passanten und Jugendgruppen vorbeigefahren. Es geht wohl nur über Erlasse und Verbote. Die Leute sind dumm. Schade. Aber ich habe es ja geahnt.
Home Office – Tag 002
Ja gut, es ist nun also alles anders. Und genau in dieser Zeit, in der eben kein Fußball stattfindet, schreibe ich mal hier rein, was so ist. Man sollte ja keine sozialen Kontakte in der Kohlenstoffwelt haben und ich nehme das auch sehr ernst. Mme. Kiki auch. Stijlroyal ist im Home Office. Nur unsere Finanzbeauftragte leert zwischendurch den Briefkasten und der Filmbeauftragte sitzt zwischendurch in unregelmäßigen Abständen alleine im Büro. Wir haben die Witze weitestgehend eingestellt. Gestern hatten wir 7 Stunden Zoom-Meeting. Es ist alles so bizarr. Und gleichsam reißt mein Zuversichts-Ich die Fahne hoch und sagt: Vorwärts! Es muss weiter gehen. Wir müssen so lange das Richtige machen, unter Einbehaltung der aktuellen Regelungen, wie es nur geht. Apocalypse now, aber mit Zuversicht.
Fußball-Weltmeisterschaft – 15. Juli 2018 – #FRACRO
Wer ist schuld an der Misere? Gianni Infantino hat gesagt, dass das hier, also das hier, dass das die beste WM aller Zeiten gewesen sei. Noch vor dem Finale hat dieser … Typ das festgelegt. Na ja. Wenn man auf Facebook zum Beispiel, wo auch sonst, wenn man (also ich jetzt) dort also seine Fußballgedanken postet, dann fragt man (immer noch ich) sich, ist das hier immer noch wichtig und richtig? Das zu posten, während in Deutschland ein alter Mann, der, ich kann es nur aus der Ferne und gewissermaßen laienhaft diagnostizieren, bei weitem nicht mehr zurechnungsfähig erscheint, sich über Abgeschobene lustig macht und parallel die Leute im Meer ersaufen. Und der Rest der ganzen Scheiße passiert und sich eine sehr große, eine zum Kotzen große Anzahl von Menschen* wünschen, dass alles noch viel schlimmer wird und wir hier dann in einer Art Gefängnis, von der Realität abgeschottet, den Albtraum unseres Lebens* erleben. Das wäre die Welt von Horst Seehofer und das wäre die Welt der HKS-78-Deppenpartei und da soll man sagen, dass ja quasi Eden Hazard der Mann der WM gewesen sein könnte oder doch N’Golo Kanté oder wie schön die Russen auf den Straßen getanzt haben und wie gastfreundlich die sind, oder soll ich erzählen, dass ich eine Pumpe gekauft habe, mit der man Wasser zum Beispiel aus einem Bächlein ins Wohnmobil pumpen kann? Da sind wir unabhängig. Solarstrom haben wir mehr, als wir brauchen, Internet-Flatrate für ganz Europa haben wir. Vielleicht muss man einfach da durch, einfach da durchgehen und irgendwas hoffen, was nicht näher beleuchtet werden kann. Irgendwas machen, weg sein, abwesend, in der seltsamen Welt, in der man (also jetzt schon wieder u. a. ich) sich so befindet. Weil, es ist auch unrecht, sich nur noch krank zu denken. Alles zu lesen, was diese Menschen* absondern. Wenn ich ‚Menschen‘ mit einem * versehe, meine ich das ironisch. Wenn nicht, meine ich es so wie es ist: Menschen. Also einfach mal eine Käsetheke besuchen oder einen Fjord. Oder sich bei der wundervollen Lektorin bedanken, die das alles hier möglich gemacht hat. Gerade hat jemand im Apple TV „Es wird alles gut, Kate!“ gesagt. Das will ich meinen. Das muss einfach gelingen. Es MUSS MUSS MUSS. Jemand anderes hat mir gesagt, jemand den ich sehr ernst nehme, ich soll nicht „muss“ sagen oder „du musst“ oder „man muss“. Eventuell betrifft das auch „man müsste mal“. Ich kukke „Die Verlegerin“ nur, weil da Bob Odenkirk mitspielt. Und wegen der Finnin. Wenn die Finnin das sehen will, dann ist das gut so. Dann sollte man, ja dann müsste man das auch kukken, denn alles von der Finnin ist gut. Ich nenne die, die ich hier auch „die Frau“ nenne, Finnin, weil, als ich sie kennengelernt habe, dachte ich, dass sie eventuell Finnin sei. Finnen find ich gut.
Und wenn jetzt bitte am Montag jemand Horst Seehofer in Ketten legen könnte, na ja so rechtsstaatlich halt, nach unseren niedergeschriebenen Prinzipien, im Namen der Menschlichkeit, und dass die überleben wird, die Menschlichkeit. Noch mal jemand ganz anderes hat heute gesagt, dass sie es erschreckend gefunden hätte, wie die Zombies in World War Z auf einmal ganz drahtig und schnell gewesen wären, da wäre ihr einiges klar geworden. Dass die Welt eventuell doch scheiße ist. Wenn Zombies jetzt schnell wären. Ich glaube, Horst Seehofer ist ein Zombie. Aber kein schneller Zombie. Nur so ein alter, langsamer Deppenzombie. Das Erschreckende ist nur, dass man diese alten, behäbigen (und ja auch irgendwie sehr, sehr dummen) Zombies gewähren lässt. Sie haben so viel Redezeit. Doch wir dürfen den Brunnen in unserem Herzen nicht vergiften lassen. Wir müssen uns erwehren. Ich lass mir mal was einfallen.
Aber jetzt ist erstmal Finale. Diese blöde und irgendwie ermüdende WM ist rum. Endlich. Wir können wieder atmen. Und arbeiten und Leute lieb haben und Oliven essen oder so. Nur nicht mehr diese WM. Ich darf gar nicht daran denken, was Putin am Montag macht. Wo der dann wieder einmarschiert. Ich bin sehr skeptisch, ob das Bild, was ich da sehe in Russland, bis Montagabend Bestand haben wird. Was wird dann sein? Der Kroate hat ca. 4.190.669 Einwohner, die alle für den Moment glücklich wären, wenn der Kroate gewänne. Ich glaube der Kroate würde sich noch mehr freuen als der Franzose. Ach, was weiß denn ich. Was wäre denn gut für den Verlauf der Dinge? Der soll gewinnen, der den Verlauf der Dinge positiver prägen würde.
Was red ich eigentlich hier?!? Ich hab sie doch nicht mehr alle.
Fußball-Weltmeisterschaft – 11. Juli 2018 – #CROENG
Der Franzose – jetzt ist er auch noch abgezockt und macht nach hinten alles richtig. Und der Belgier ist raus. Das ist sehr traurig. Im Prinzip hab ich nichts gegen den Franzosen, gegen den Franzosen an sich schon gar nicht, aber … der Belgier ist aber doch so knuddelig. Und das war er wohl gestern auch eher als bisschen mehr aggro und nach vorne gerichtet. Diesen Klopp’schen Angriffsfußball, den hab ich vermisst. Lukaku und Kevin de Bruyne waren irgendwie müde und vielleicht auch ein bisschen traurig. Kevin war vielleicht traurig, weil er daran dachte, dass er mal in WOLFSBURG gewohnt und gespielt hat. Wie oft er sich da hat anhören müssen, „Kukk hier, das alles hat der Albert Speer gebaut. Der Albert, der war eventuell ein guter Nazi, der wollte doch nur Häuser bauen. Gut, das mit den Juden war vielleicht ein bisschen blöd im Nachhinein. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Aber hier, noch eine VW-Currywurst gefällig? Keddschubb, Sempf? Na ja, ach dieser Sonnenuntergang da über dem Schloss Fallersleben, härrlisch!“ Wie soll man denn da nach vorne denken? Da denkt man doch gerne zurück. Mein lieber Herr Gesangsverein, und kann mal bitte jemand dieses Spiel um den dritten Platz abschaffen?
Ich habe gehört, das sei die beste WM aller Zeiten und Putin sei der beste Präsident aller Zeit und zudem der schönste topless Angler der Welt. Selbst die Stilikone* Lothar Herbert Matthäus hat Wladimir Wladimirowitsch Putin derart das Gesicht abgeleckt, dass der dachte, er sei die Leckmuschel Gene Simmons. Genau, DER Lothar Herbert Matthäus, der sich ganz crazy und voll so politikmäßig zu den Fotos von Özil und Güdogan mit ihrem* Präsidenten geäußert hat. HAHAHAHA! Ja, ist es denn die Möglichkeit. Die Welt ist so verrückt. Mir ist kalt!
Fußball-Weltmeisterschaft – 10. Juli 2018 – #FRABEL
Erstmal einen Schluck Cola Zero (keine Werbung, selbst erworben) und dann geht’s los. Ich habe das Viertelfinale geschwänzt. Aber ich glaube, alles ist gut gegangen, auch ohne mich. Außer, dass ich den Urus die Daumen gedrückt habe, aber Frankreich ist ja auch o. k.
ABER
Dass sich Kylian Sanmi Mbappé Lottin jetzt so auf dem Boden rumwälzt wie weiland der feine Herr Neymar (wer erinnert sich nicht?!), das war nicht schön anzusehen. Aber na ja, sie sind ja noch so jung, diese Menschen da auf dem Rasen. Aber im Halbfinale ist Schluss. Da MUSS Belgien weiterkommen. Die Finnin und ich wollen nämlich nach Belgien fahren und uns das Finale dort anschauen. Wehe, die kommen nicht ins Finale, die Belgier. Nach Frankreich fahre ich nämlich nicht. Wo kommen wir denn da hin?!
UND
Darf ich sagen, dass ich Oliver Bierhoff und Reinhard Dieter Grindel als Lappen erachte? Was geht?! Mir hat ja Mesut Özil auch nicht so gefallen und die Dingsgategeschichte schon gar nicht. Da hätte ich schon gesagt, da bleibt ihr zuhause, ihr jungen Padawane, und denkt mal drüber nach. Aber jetzt, wo der Mob tobt, die Blutgrätschenfrage zu stellen, als ob der Özil jetzt an allem Schuld ist, weil man ja eigentlich selbst mal dringend seinen Hut nehmen müsste und so, ich reesch mich so uff! Überhaupt, was soll denn das eigentlich sein … ein DFB-Präsident, warum nicht DFB-König? Wozu braucht man das? Und wozu braucht man einen Manager? Um den Hashtag #zsmmn zu entwickeln*? Hier, gä. Ach, das gefällt mir alles nicht. Und wenn Hans-Joachim, Löw, welcher sich ja für den kompletten Juli ein Schweigegelübte auferlegt hat, nicht was wirklich Bahnbrechendes sagt, im August, da er wieder sprechen möchte, dann weiß ich auch nicht. Ich weiß ja sowieso eher wenig. Aber dann weiß ich gar nicht mehr. Dann bin ich eebsch.
TROTZDEM …
Fußball-Weltmeisterschaft – 03. Juli 2018 – #SWESUI #COLENG
Heute geht’s um die Sausage. Nach dem Schocker von Rostow, in dessen Rahmen ich meine belgischen Felle davonschwimmen sah, habe ich heute große Angst um meine* englischen Buben. Irgendwann ist man ja auch für Japan, weil, wer’s bringt, der bringt’s. Aber am Ende wird abgerechnet. Wichtig ist auf’m Platz und was hinten rauskommt.
Gestern, bei Brasilien vs. Mexiko, da stand ein Mexikaner auf dem Fuß des Neymar. Was da wieder los war. Neymar wäre fast gestorben. Wenn jetzt zum Beispiel (nehmen wir’s nur mal an) (ich weiß, es ist absurd) aber eventuell (jetzt fällt mir der Name nicht ein) (doch jetzt fällt er mir wieder ein) Mesut Özil auf dem Fuß des Neymar gestanden hätte, und Mesut ist nicht schwer, und da wäre Neymar trotzdem (Özil so leicht ist) auch fast gestorben, und ich wette, da wäre er auch fast gestorben, der lässt sich ja nicht lumpen, dann, ja dann, was dann los gewesen wäre. Der Türke, da zerstört er die Füße des feinsinnigen Brasilianers, hätten die Leute gebrüllt, bis ihnen der Gaber aus dem Mund gelaufen wäre. Da ist doch jeder Fuß 111 Millionen Euro wert. Das kann man doch nicht machen. Und Erdogan und so und überhaupt, ist doch kein Wunder, dass so ein lauterer, tapferer und extrem kluger Mann wie der Horst Seehofer zurücktreten muss, wenn dieser Özil den Menschen auf den Füßen herumsteht. Ich sehe schon, wie die Spucke aus dem Mund von diversen Menschen spritzt vor lauter Aufregung. Ich bitte Sie an dieser Stelle, dieses Konstrukt zu entschuldigen. Natürlich wäre Deutschland niemals ins Achtelfinale gekommen. Dazu sind sie ja nun wirklich zu schlecht. Schlechter geht’s gar nicht. Ich möchte sogar behaupten: Schlächter geht es nicht. Die sollten alle zurücktreten und ab in den Gulag. Der Jogi zuallerförderst. Die Sau. Dieser Versager. Den hätten wir nie einstellen sollen. Das hätte von Anfang an Lothar Matthäus machen sollen. Der hat wenigstens noch Ideen und er sieht verdammt gut aus. Das hätten die Leute gesagt. Ich hab das jetzt nicht in Anführungszeichen gesetzt, was die Leute gesagt haben. So unterscheidet es sich auf den ersten Blick nicht von dem was ich sagen täte, wenn ich was sagen täte. Das ist jetzt verwirrend. Und wissen Sie was, ich trete von allen meinen Ämtern zurück.









